Donnerstag, 8. Mai 2014

Es war einmal...





... ein Muttertagsausflug oder: Betriebsausflug der Familienmanager nach Wertheim. Es begann damit, dass jede von uns sieben, um 5 Uhr aufgrund des strömenden Regens aufgewacht ist. Aber pünktlich um 8 Uhr - wie zu erwarten wenn Engel reisen: strahlender Sonnenschein. Um 8.40 Uhr konnte die Fahrt starten. Unsere Männer  hatten sich anscheinend abgesprochen, dass mindestens zwei von ihnen die Damen  am Bahnsteig,  verabschiedeten. Angeblich sind sie  mitgekommen um uns beim Verladen der Räder in den Zug zu helfen *klar* (wahrscheinlich wollten sie nur sichergehen, dass wir auch im Zug sitzen wenn er abfährt)... read more

Mit weißen Taschentüchern, die im Winde flatterten, wurden wir verabschiedet. Das pseudoschlurzen ins Taschentuch glich bei näherem Blick aus dem Zugfenster doch eher einem Insfäustchenlachen und das gegenseitige Schulterklopfen der Herren war sicherlich nicht zum beiderseitigen Trost gedacht (was die sich alles einfallen lassen um uns ein schlechtes Gewissen zu machen *tststs*).




 In der 15 km entfernten Kreisstadt angekommen konnte unsere Fahrradtour endlich beginnen. Wir schwangen uns also in die Sättel  und fuhren 5 Minuten über die Brückezu unserem Ausflugsdampfer auf der anderen Mainseite. An Bord parkten wir  unsere Räder und breiteten erst mal unsere Köstlichkeiten aus. Eine Flasche Sekt hat sich  schon freiwillig im Zug ergeben. Nach vier Stunden Überfahrt, bei der selbstverständlich kein Gesprächsthema ausgelassen wurde, kamen wir am Zielort an. Eigentlich wollten wir zum Hotel mit dem Rad fahren. Dies blieb uns allerdings verwehrt, nachdem wir feststellten, dass sich das Hotel direkt gegenüber der Anlegestelle  befand.

Wer die Räumlichkeiten schlaftechnisch gesehen miteinander teilt, wurde per Los entschieden. Die Wahl wurde einstimmig angenommen. Beim Bummel durch die Altstadt wurden wir durch eine Dessous-Modenschau aufgehalten, die unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Im Nachhinein hegte ich den Verdacht, dass diese  Show im Vorfeld von unseren Männern organisiert wurde, damit wir gleich Bescheid wissen, wie man auch als Mutter  aufzutreten hat. Uns wurde deutlich vor Augen geführt, wie wir unser (nicht vorhandenes) schlechtes Gewissen beruhigen können und man ja auch an Mitbringsel denken muss. Denn nach der Modenschau wurden wir noch hinterlistig mit einem Coktail in den Hinterhalthof des Wäschegeschäftes gelockt (sicher ein abgekartetes Spiel der Gatten mit der Wäschegeschäftbetreiberin!)

 Den Schock mussten wir später erst mal bei einem Maß Bier auf der Burg verarbeiten.

Eigentlich wollten wir anschließend ins Kino. Aufgrund der mangelhaften Filmauswahl endete der Abend vorzeitig beim Italiener.  Nachdem wir uns am nächsten Morgen alle zum Muttertag beglückwünscht hatten, ging`s nach einem ausgiebigen Frühstück dann (endlich) mit dem Rad bei strahlendem Sonnenschein 65 km zurück gen Heimat.

Das war vor ein paar Jahren und seither gönnen wir uns zum Muttertag ab und zu etwas gemeinsam! Das haben wir uns verdient!









Kommentare:

  1. Reschpekt!
    Dass ihr die fünfzehn Kilometer zur nächsten Kreisstadt mit dem Zug zurück gelegt habt, das fordert meinen ganzen Applaus. Dagegen sind die dreissig Kilometer von Frankfurt am Main auf den Feldberg im Taunus mit dem Rad doch die reinste Bimmelfahrt. Reschpekt!!

    AntwortenLöschen
  2. da kannste` mal sehn wozu wir fähig sind... und du weißt: Der Weg ist das Ziel. Da wir immer viel zu besprechen haben darf der Weg nicht zu lang sein *grins*

    AntwortenLöschen
  3. Bei so einer feinen, geschliffenen Antwort kann ich nur...

    Grins zurück!
    Das fällt nur einer Frau ein, und dafür liebe ich sie, die Frauen!

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Kunstecht, danke für den Besuch, aber Dein witziger Kommentar landete bei Paule und nicht bei Hilde...

    Frag doch mal die Maus - da gehört er hin. Meint Hilde!

    AntwortenLöschen