Donnerstag, 2. Oktober 2014

Wandern auf Mallorca





Abseits vom Ballermann kann man den Urlaub auf Mallorca auch in völliger Ruhe genießen. Sich eine Auszeit nehmen und dem süßen Nichtstun frönen. Vor einigen Jahren wollten mein Mann und ich  mal wieder einen Kurzurlaub zu zweit machen. Die Kinder wussten wir zuhause gut aufgehoben. Und da das „Wellnessen“ für uns nicht das richtige ist und wir etwas aktiver sein wollten, war wandern auf Malle angesagt - Deutschlands 17. Bundesland.  read more...



Durch die Serra de Tramuntana führt der Trockenmauer-Wanderweg über etwa 150 Kilometer von Port d'Andratx über das Städtchen Sóller bis nach Pollença im Norden der Ferieninsel. Aber, man muss es ja nicht gleich übertreiben, deshalb reichte uns schon eine Tageswanderung von Sóller nach Deiá.

Gewohnt haben wir in den Bergen von Port de Sòller in einer traumhaften alten Finca, die einmal das Pfarrhaus war. Große Zimmer in tollem Ambiente. Der Weg dorthin ist zwar etwas abenteuerlich, aber der Anblick des Hauses und Ausblick entschädigten. Außerdem konnten die Wanderungen  direkt vom Haus aus beginnen. Die Sicht aus dem Zimmerfenster war gigantisch. Wir konnten die ganze Bucht von Port de Sòller überblicken und rundum die faszinierende Landschaft mit den Olivenhainen, in denen die Olivenbäume mehrere hundert Jahre alt waren. Wecker war unnötig, das erledigten morgens die zwei Hausesel.


 
 
Wer auf Mallorca seine Zeit nur am Stand verbringt, hat wirklich etwas verpasst. Das faszinierende beim Wandern hier ist die Tatsache, dass man die Berge auf der einen Seite, gleichzeitig das Meer auf der anderen hat. Hinzu kommt das mediterrane Ambiente und man ist auf jede Kurve gespannt, was sich dahinter wieder verbirgt. Unsere Wanderroute führte uns von Port de Sòller nach Deià. Der Weg wird zwar von vielen Wanderern benutzt, aber es stört nicht weiter. Es gibt ein altes Herrenhaus auf dem Weg, die Hausherrin bietet dort frisch gepressten Orangensaft und Kuchen an, den man im Garten genießen kann.  Auch ein kleines, typisch mallorcinisches  Haus, mit einer Mühle im Wohnzimmer, Kieselmosaiken auf dem Fußboden und einem verwilderten Garten mit zahlreichen Katzen, die wie Statuen überall herum lagen, kann auf dem Weg besichtigt werden. Die Eigentümerin ist eine alte Frau  die uns stolz durch ihr Reich geführt hat. Auch hier bekamen wir eine Erfrischung angeboten.Wie bei Omma zuhause...



Deià war ein Künstlerdorf und strahlt das typisch mallorcinische Flair aus, ohne vom Massentourismus bevölkert zu sein. Der Friedhof von Deiá hat eine Besonderheit: Aus Platzmangel wurden dort die Toten im „Stehen“ beerdigt.  Unsere Reisezeit war Anfang Oktober, zum Wandern ideal aber auch zum Sonnenbaden noch super. Allerdings sollte man beim Wandern um diese Jahreszeit beachten, dass es abends  schnell dunkel wird und man absolut nichts mehr sieht. Den Heimweg deshalb rechtzeitig antreten und vorsichtshalber immer eine Taschenlampe mitnehmen.

Wir werden sicher wieder mal `ne Wandertour nach Mallorca unternehmen, dann vielleicht  mit Guide.  Denn dann erlebt und sieht man noch viel  mehr. 

Hatte auf  ndr  einen tollen Bericht vor kurzem darüber gesehen.










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