Freitag, 26. Februar 2016

Über den Wolken oder... Kitzbühel die 5.




Man bekommt hier in Kitzbühel schon was geboten für sein Geld: Wir hatten Sonne, Schneegraupel mit stürmischem Wind, am letzten Tag sogar Regen und viel Spaß. Mehr geht nicht...  Unser Mädelsausflug zum Skifahren auf die Hocheckhütte war wieder einmal ein voller Erfolg! In diesem Jahr leider nur zu viert - die andern haben etwas geschwächelt. Im nächsten Jahr muss das  wieder anders werden Mädels...


Für die Nichtskifahrer wird bereits ein Alternativprogramm ausgearbeitet. Das wichtigste is` gepackt, nur noch die lange Unterhose fehlt, dann ma´ los...



Angereist sind wir am Donnerstag mit dem Auto. Praktischerweise wird immer direkt auf dem Parkplatz vor der Hahnenkammbahn  geparkt. Ist zwar nicht unbedingt günstig, aber mit dem ganzen Gepäck gönnen wir uns das. Wir waren bereits um ein Uhr da, haben Ski und Schuhe direkt an der Hahnenkammbahn ausgeliehen, einen Skipass bis Sonntag gekauft und sind dann hochgefahrengondelt. Im Ort sah das Wetter eher bescheiden trüb aus. Aber  auf halbem Weg nach oben durch die Nebeldecke,  hätte es dahinter nicht schöner sein können. Obwohl wir den Skipass erst für den nächsten Tag gekauft haben, gilt dieser bereits einen Tag vorher ab 15 Uhr. Das heißt: Gepäck wird oben an der Gondel deponiert, später mit dem Schneebob von der Hocheck abgeholt und ...ab auf die Ski.

Was für ein geiles Panorama: Über uns die Sonne, unter uns ein Wolkenmeer. Leute, der Auftakt ist doch schon mal perfekt...






Unterkunft: 
Nach getaner Arbeit liefen wir dann in der Hütte ein. Was war es wieder eine herzliche Begrüßung unserer Hausfee Jella. Nachdem am Donnerstag abend noch nicht all zu viel los war, setzte sie sich nach dem Abendessen noch zu uns um Servietten zu falten. Unter viel Gelächter und der einen oder anderen Runde falteten wir dann alle gemeinsam für etwa eine Woche Servietten für die 50 Gäste. Wer hätte gedacht, dass Serviettenfalten so lustig sein kann.








Genächtigt wurde heuer in einem 5-Bettzimmer - also Platz für Besuch hätten wir noch gehabt. Bei einem Mitbewohner des Hauses mutmaßen wir immer noch, dass er früher zu viel Hanni und Nanni-Bücher gelesen hat, als er meinte, dass er es sich super vorstellen könne wie wir Vier Kissenschlachten veranstalteten *tststs*. "O sole mio" und diverse andere italienische Ohrwürmer bekamen wir am Samstagabend  ins Ohr gesäuselt, nachdem ein Musiker der einen Gig in der Sonnbühl Hütte hatte auf einen Absacker hereinschneite. Als er mit seinen italienischen Stiefelettchen den Rückweg über´n Berg - wohlgemerkt bei Neuschnee - antrat, hat er uns schon  fast ein bisschen leid getan.


Eine Singlefrau hatten wir dabei. Anfangs dachten wir noch, vielleicht findet sich ja zufällig auch ein Kavalier für sie. Am besten mit den Idealmaßen 90-42-50. Aber der Gedanke erschien uns dann doch etwas abwegig: Denn, die Aussicht auf einer Hütte  einen Herren von 90 Jahren, mit 42 Grad Fieber und 50 Millionen auf dem Konto anzutreffen, ist dann doch eher gering. Die HocheckHütte  befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft am Start der legendären Streifabfahrt. Es gibt ein Massenlager, Doppel- und Mehrbettzimmer alle mit Halbpension und WC samt Dusche auf dem Flur.  Baßt scho´! Das Schöne daran ist: man schnallt morgens vor dem Haus die Ski an und ist gleich auf der Piste. Direkt am Haus vorbei geht  die StreifFamilienAbfahrt. Wer es sich zutraut kann natürlich auch das Original wählen. Aber Vorsicht: Die Mausefalle kann ganz schön zuschnappen!






Da die Hocheck nicht nur für Hausgäste geöffnet hat, lohnt es sich auch mal hier Mittagzuessen, oder einen Zwischenstop einzulegen. Und damit man sich als Gast auch noch nach ein paar Tagen wohl fühlt, braucht jedes Haus eine gute Seele. Da oben gibt es gleich drei davon: Liebe Jella,  Anni und Josef (der neu im Team ist und uns hoffentlich lange erhalten bleibt) an dieser Stelle nochmals vielen Dank für eure liebenswerte Herzlichkeit!

Kitz-Skigebiet:
Die Pisten- und Schneeverhältnisse waren hervorragend. Leider hat sich das Wetter gegen mittag meist zugezogen. Wir hatten Sonne total,  stürmischen Schneegraupel - sozusagen kostenlose Hautstraffung incl. Peeling -  und am Samstagnacht gab es sogar fast 20 cm Neuschnee. Der war aufgrund des Wetterumschwungs auf Regen am Sonntag leider  doch etwas schwerer. Aber nichtsdestotrotz sind wir am sonntags nochmal bis ein Uhr gefahren. (Auf dem Parkplatz konnten wir dann noch unsere Skitickets für den Rest vom Tag verkaufen und hatten somit sogar unsere Parkgebühren von 60 Okken raus.)




Beim ApresSki geht es am Hahnenkamm doch eher gediegen zu, aber es gibt wirklich eine große Auswahl an ganz unterschiedlichen Hütten - ob eher dekadent oder doch lieber rustikal. Alles eine Frage des guten Geschmacks. Den Skihüttenführer findet ihr HIER. Die Beschreibung zum Kitzbühler Skigebiet gibt es  HIER . 
Es ist nicht umsonst schon dreimal als schönstes Skigebiet ausgezeichnet worden. Meine Lieblingsstrecke ist vom Pengelstein runter die Talabfahrt auf der 27/27b. So schö´, mä´ könnt` blääze... (auf Hochdeutsch: weinen).

Ins Alternativprogramm für die Nichtskifahrer  wird eventuell auch mal ein Besuch des Bergbahnmuseums an der Bergstation ins Auge gefaßt. Denn, es ist ja nur ein Steinwurf von der Hütte entfernt: Es zeigt  mit vielen Ausstellungsstücken die Geschichte und Entwicklung Kitzbühels. Außerdem wird gezeigt, wie die Seil- und Bergbahnen sowie die Liftanlagen gebaut wurden. Ein besonderes Highlight soll der Skisimulator  sein, mit dem man die "Streif", hinunterfahren kann. Wo hat man schon mal ein Museum auf  1680 Meter Höhe bei kostenlosem Eintritt.

Und dieses Foto von Toni Seiler ist einfach klasse...



Mehr Infos: 
Noch viel mehr Infos und Tipps findet ihr auf dem KitzbühelBlog, den Bettina Wiedmayr vom Team vom Kitzbühel Tourismus, schreibt. 

Übrigens, meine lange Unterhose, die ich vor Reiseantritt verzweifelt gesucht habe, hat sich doch noch gefunden: Bei der ersten Abfahrt fiel mir nach geraumer Zeit die ausgebeulte  Wade unter meiner Skihose auf...



 Der Bericht vom letzten Jahr findet sich  HIER und auf alle Fälle waren wir mal wieder

         hin & weg










 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen